Rudern bei der „Borussia“

Informationen und Wissenswertes

Rudern verbindet Sport, Naturerlebnis und ein Miteinander im Team – stellt aber auch Anforderungen an Technik, Aufmerksamkeit und Verantwortung auf dem Wasser. Die hier zusammengestellten Inhalte reichen von Sicherheit über vereinsinterne Ruderordnung und Ruderkommandos bis hin zu Lern-Videos und weiterführenden Links. Die Informationen sollen Orientierung geben, Wissen auffrischen und die Freude am Rudersport vertiefen.

Weil kaum ein Sport so viele Facetten vereint: Bewegung in der Natur, körperliche Fitness und echtes Gemeinschaftsgefühl. Die folgenden Quellen zeigen, wie traditionsreich und zugleich modern der Rudersport ist – von seinen historischen Wurzeln über verschiedene Bootsklassen und Techniken bis hin zu Freizeit- und Spitzensport auf internationaler Bühne. Sie machen deutlich, warum Rudern Menschen jeden Alters begeistert und für alle offen ist.

Effizientes Rudern beginnt mit dem Verständnis der Grundlagen: dem Zusammenspiel von Mensch, Boot und Wasser. Die nachfolgenden Beiträge zeigen, wie ein sauberer Bewegungsablauf mit kraftvollem Beinantrieb, stabilem Oberkörper und präziser Blattführung Geschwindigkeit bei minimalem Kraftaufwand erzeugt. Im Fokus stehen ein flüssiger Rhythmus, kontrolliertes Wasserfassen und Balance in der Erholungsphase für optimales Gleiten. Diese zeitlosen Prinzipien helfen allen Rudernden, ihre Technik zu verfeinern und die Kraft bestmöglich ins Boot zu bringen.

Hier sind einige Informationen zu unseren von Zeit zu Zeit stattfindenden Steuermannslehrgängen zu finden. Aber auch losgelöst von einem Lehrgang/Kurs sind die Infos interessant und wichtig, sei es zum Einstieg ins Thema oder einfach nur zum Auffrischen…

  1. Grundsätzlich wichtig ist zunächst einmal unsere Ruderordnung.
  2. In der Broschüre Sicherheit auf dem Wasser – Leitfaden für Wassersportler sind vor allem die Seiten 32 – 37 und 53 ff. für uns als Ruderer interessant.
  3. Video “Sportkanal”: Ein interessanter Film über die Gefahren beim Rudern auf Binnenwasserstraßen im Auftrag des Polizeipräsidenten der Wasserschutzpolizei Nordrhein-Westfalen, 1990.
  4. Auf den Seiten des Deutschen Ruderverbandes und des Ruderverbandes Schleswig-Holstein gibt es umfangreiche Informationen für Bootsobleute.

Ruderkommandos bestehen aus einem Ankündigungs- und einem Ausführungsteil. Nach der Ankündigung sollte soviel Pause eingelegt werden, dass sich die Mannschaft auf das konzentrieren kann, was gleich danach zu tun ist, denn bei einigen Befehlen muss die Mannschaft zunächst die Stellung für die Ausführung einnehmen.

Mannschaft ans Boot – Boot geht – hoch!

Der Ausführungsbefehl wird nur gegeben, wenn die am Boot versammelte Mannschaft insgesamt kräftig genug ist, das Boot sicher zu tragen und zu drehen.

Boot drehen – Wasserseite (Landseite o. ä.) – offen!

Die Ruderer der einen Seite ergreifen über das Boot die andere Bootskante, die Ruderer der Gegenseite fassen von unten und greifen im Drehen in die Gondelleiste. Die Ausleger und Dollen dürfen nicht den Boden berühren.

Fertigmachen zum Einsteigen – Ausleger frei! – setzt – ab!

Bei “Ausleger frei” ergreifen die Ruderer mit der Hand zur Wasserseite beide Griffenden der Skulls gegeneinander gestellt oder den Riemengriff und treten mit dem Fuß zu Wasserseite noch ohne Belastung auf das Einsteig­brett. Bei “setzt ab” nehmen die Ruderer den anderen Fuß vom Steg ins Boot zum Stemmbrett und setzen sich auf den Rollsitz. Beim gemeinsamen Einsteigen der Mannschaft wird dem “Stegbein” das Boot vom Steg abgestoßen.

In die Auslage – los!

Nach der Ankündigung rollt die Mannschaft in die Auslage und legt die Blätter flach aufs Wasser. Bei der Ausführung werden die Blätter senkrecht gedreht und der Durchzug beginnt.

Nur Backbord (Steuerbord) – los!

Durchzug nur auf einer Seite, das andere Blatt wird abgedreht mitgeführt.

Ruder – halt!

Ankündigung beim Blatteinsatz, Ausführungsbefehl am Ende des Durchzugs. Nach dem Schlag werden die abgedrehten Blätter über Wasser so weit bugwärts geführt, bis die Ruder senkrecht zum Boot stehen.

Blätter – ab!

Die Blätter werden flach aufs Wasser gelegt.

Stoppen – stoppt!

Die Blätter werden in die Wasserfläche hinein gedrückt und – soweit der Druck es zulässt – aufgedreht. Zu starken Druck halten entweder die Dollen nicht aus, die für Druck in diese Richtung nicht gebaut sind, oder die Blätter brechen ab, oder aber der Innenhebel drückt den Ruderer aus dem Boot.

Backbord (Steuerbord) stoppen – stoppt!

Einseitiges stoppen.

Alle stoppen:

größte Wirkung, das Boot zum Stehen und auch den Bug zur Seite zu bringen, wenn genau in Fahrtrichtung ein Hindernis auftaucht. Schlagmann allein einseitig stoppen: wenn nach Vorwärtsrudern und “Ruder halt!” das Boot keine volle Fahrt mehr macht, die stärkste Wirkung zum Abdrehen, beispielsweise für eine Wende oder in einer scharfen Gewässerkurve.

Alles streichen – los!

Ankündigung: Innenhebel zum Körper, Blätter flach auf dem Wasser. Ausführung: entgegengesetzt zum Vorwärtsrudern Blatt aufdrehen, Durchzug rückwärts beim Vorrollen, dann Blatt abdrehen beim Zurück­rollen in die Rücklage.

Wende über Backbord (Steuerbord) – los!

Ankündigung: wie zum Rückwärtsrudern Innenhebel am Körper, Blatt flach auf dem Wasser. Ausführung: zunächst auf der in der Ankündigung genannten Seite rückwärts rudern, das andere Ruder beim Vorrollen über Wasser mitfüh­ren, mit diesem dann aus der Auslage vorwärts rudern und dabei das zuerst benutzte Ruder über Wasser mitführen.

Fertigmachen zum Aussteigen – Mannschaft steigt – aus!

Ankündigung: wasserseitige Dolle öffnen, im Skullboot ergreift die wasserseitige Hand beide gegeneinanderstehenden Skullgriffe. Bei “Mannschaft steigt” wasserseitiger Fuß auf das Trittbrett. Ausführung: aufstehen und mit dem stegseitigen Fuß zuerst auf den Steg treten, dabei die Ruder der Wasserseite gleichzeitig flach aus der Dolle ziehen.

Skulls (Riemen) – lang!

Vorher entweder “Ruder halt!” oder Hinweis an die Mannschaft, welche Situation bevorsteht. Wenn das Kommando beim Rudern kommt: Ankündi­gung während des Einsetzens. Ausführungsbefehl am Ende des Durchzugs. Die Ruder werden beiderseits oder nur auf der angekündigten Seite parallel zum Boot genommen und dabei festgehalten.

Backbord (Steuerbord) – über!

Ohne Tempowechsel auf der angekündigten Seite sehr kräftig, auf der anderen Seite mit wenig (ggf. ohne) Kraft rudern.

Hochabscheren!

Die Blätter beim Vorrollen besonders hoch über Wellen hinweg führen. Dazu werden die Innenhebel tief ins Boot gedrückt.

Halbe Kraft!

Ohne Tempowechsel mit wenig Druck auf den Blättern rudern.

Frei weg!

Hebt alle vorherigen Einschränkungen auf.

Unser Ruderrevier liegt am Main und der Main gehört zu den vielseitigsten und traditionsreichsten Wasserstraßen für den Rudersport. Der Gewässerkatalog des Deutschen Ruderverbands bietet dazu eine fundierte Orientierung mit detaillierten Informationen von Bamberg bis zur Mündung in den Rhein (Der Untermain im Gewässerkatalog des DRV). Neben nautischen Hinweisen, Sicherheitsaspekten und Infrastrukturen beleuchtet er auch die Geschichte und Besonderheiten des Flusses. Damit ist er eine wertvolle Grundlage für sicheres Training, Wanderfahrten und die Planung unserer Aktivitäten auf dem Main.

Die nachfolgenden Verbände bieten gebündelte Informationen rund um den Rudersport auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene – von der Förderung in Hessen über den Leistungssport in Deutschland bis hin zu internationalen Regatten und Disziplinen.